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»Mein Herz krampfte sich zusammen«

Oleg Musyka über die blutigen Auseinandersetzungen in Odessa vor fünf Jahren

  • Von Saadi Isakov
  • Lesedauer: ca. 9.5 Min.

Am 2. Mai 2014 überfielen Hunderte Bewaffnete das Protestcamp in Odessa. Sie - gebürtiger Ukrainer mit russischen Wurzeln - haben das Massaker überlebt, das inzwischen als »Odessaer Chatyn« bezeichnet wird. Das belorussische Dorf Chatyn - nicht zu verwechseln mit Katyn - wurde im März 1943 von der deutschen Sondereinheit Dirlewanger ausgelöscht. 152 Menschen, die Hälfte Kinder, starben. Auch am 2. Mai 2014 in Odessa gab es Tote. Wie konnte das passieren?

Seit Mitte April hatten wir auf dem Platz vor dem Gewerkschaftshaus protestiert, auf dem Kilokowo Pole. Zunächst waren es 500, dann 1000 und schließlich 25 000 Menschen, die hören wollten, wie wir den Regierungswechsel in Kiew im Februar des Jahres bewerten. Manche stimmten mit uns überein, manche nicht. Mehrmals bekamen wir Besuch vom Ordnungsamt, das die Hygieneverhältnisse in unserem Camp überprüfte. Sie suchten nach Mängeln, um das Lager räumen zu können, fanden jedoch nichts ...


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