• Kultur
  • UNESCO-Kulturhauptstadt Plowdiw

Sie strahlt schon aus weiter Ferne

Ein historischer Spaziergang durch die EU-Kulturhauptstadt Plowdiw

  • Von Armin Jähne
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.

Wer jemals in der Abenddämmerung auf einem der oberen Ränge des römischen Amphitheaters in Plowdiw gesessen hat, wird das besondere, einmalige Flair und den Zauber des Augenblicks nicht vergessen. Es scheint, als hätten die antiken Baumeister diesen Ort am Südhang des Hügels Taksim Tepe ganz bewusst ausgesucht, denn von hier weitet sich der Panoramablick bis hin zu den Gebirgsketten der Rhodopen. Architektur, Kunst, Wort und Natur werden eins.

Ein starker Regen in den 1970-Jahren hatte einen Erdrutsch ausgelöst und - ein Glücksumstand für die Archäologen - das Theater wieder ans Tageslicht gebracht. Es ist um 114 v. u. Z., am Ende der Herrschaft des römischen Kaisers Traian (98 - 117 v. u. Z.), vollendet worden. Bis zu 5000 Menschen fanden hier Platz. Am Rande der Ränge sind noch heute die Namen der Phylen zu lesen, einer antiken Organisationsform der städtischen Bürgerschaft; derart wusste jeder Einwohner, wo er zu sitzen hatte. ...


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