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»Mütter müssten auf die Straße gehen«

Interview mit der Hebamme Lene Hoffmann über den Internationalen Hebammentag am 5. Mai, das »bombensichere Geschäft« Geburt, schwierige Arbeitszeiten und den kommenden Aufstand der Schwangeren

  • Von Johanna Treblin
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Auf YouTube gibt es Videos, mit denen sich Frauen auf eine Geburt vorbereiten können. Finden Sie das gut?

Bevor die Frauen sich gar nicht vorbereiten, finde ich das schon sinnvoll. Natürlich nur, wenn es eine professionelle Anleitung von einer Hebamme ist. Es gibt eine ganz bekannte russische Instagram-Hebamme, die macht Geburtsvorbereitungskurse mit russischen Frauen auf der ganzen Welt. Nicht über YouTube, aber trotzdem per Video. Dafür muss man auch bezahlen. Ich denke, wir müssten viel mehr per Video oder Telefon beraten, weil wir es einfach nicht schaffen, alle Frauen persönlich zu betreuen. Ein Live-Geburtsvorbereitungskurs ist aber natürlich immer zu bevorzugen.

Schwangere Frauen müssen zum Teil bis zu 80 Hebammen anrufen, bis sie eine finden, die noch freie Kapazitäten hat. Wie oft müssen Sie Frauen absagen?

Ich sage zehn bis zwanzig Frauen pro Woche ab. Ich bekomme jetzt Anfragen für Dezember, und da bin ich lan...


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