Ausflug zu den Schwerstarbeitern

Wer den Vulkan Ijen auf Java besteigt, trifft unweigerlich auf Schwefelträger wie Unaini.

  • Von Christiane Flechtner
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
»Ich habe Glück, ich bin immer noch am Leben«, sagt Unaini.

Die Luft ist beißend, der Schwefeldampf zieht in weißen Schwaden vorüber. Das Atmen durch den Mundschutz fällt schwer, und das Kratzen im Hals wird stärker. Und doch machen sich Tag für Tage Tausende von Touristen auf den Weg dorthin. Es ist der Vulkan Ijen, zu dem es sie zieht. Für die Strapazen des teilweise extrem steilen Aufstiegs auf 2799 Meter Höhe entschädigt sie der spektakuläre Anblick des türkisfarbenen Schwefelsees, der sich im Krater des Schichtvulkans gebildet hat.

Dort sind die Touristen aus aller Welt jedoch nicht allein, sondern sie begegnen immer wieder Arbeitern, die hier ohne Schutzmasken in den ätzenden Dämpfen die Schwefelbrocken am Ufer des Kratersees abbauen und dann bis zu 75 Kilogramm in Körben mühsam nach oben tragen. Es ist einer der härtesten Jobs der Welt - und dient der Herstellung von Streichhölzern.

Der Ijen ist einer von 35 hochaktiven, kaum berechenbaren Feuerbergen auf der indonesischen Inse...

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