Werbung

Zu Tode gesiegt

Isidor Grim über die Vereinbarungen zu Hochschul- und Forschungspakt

  • Von Isidor Grim
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Bildungsbeauftragten aus Bund und Ländern melden von ihren hohen Stühlchen Erfolg: Hochschulpakt und Forschungspakt sind unter Dach und Fach! Ihr Sieg ist einer über die Wissenschaft. Gesiegt haben die Barone, wie sie in Italien heißen - Rektoren, Forschungsdirektoren, Staatssekretäre. Zu Tode gesiegt hat sich die Industrielobby, denn aus diesem Hörsaal geht kein Einstein, aus diesem Labor kein Aspirin mehr hervor.

Der Anteil der befristet beschäftigten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen kann kaum noch gesteigert werden. Er dürfte heute mit 80 Prozent nicht schlecht geschätzt sein. Die Chance auf eine Professorenstelle ist minimal. Studien und Erfahrung weisen Kinderlosigkeit, Kreditunwürdigkeit, Gesundheitsrisiken, einen konkurrenzgeplagten Alltag, häufige Arbeitslosigkeit und Altersarmut des wissenschaftlichen Prekariats nach. Deutschland hat nicht nur den größten Niedriglohnsektor Europas und der öffentliche Sektor nicht nur doppelt so viele befristet Beschäftigte wie die Privatwirtschaft. Nein, deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen sehen sich nur dann als international »konkurrenzfähig« an, wenn sie Hunderttausende hochbegabter Menschen jahrzehntelang unterbezahlt und ohne Anerkennung ihrer akademischen Leistung die Drecksarbeit machen lassen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!