Werbung

Der nächste Schritt - Krieg?

René Heilig erwartet in Sachen USA-Iran einen deutlichen Einspruch Deutschlands und der EU

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Genug ist genug, sagen die iranischen Machthaber und setzten - ein Jahr nachdem die USA einseitig das völkerrechtlich verbindliche Atomabkommen gekündigt und Sanktionen verschärft haben - Teile des Vertrages aus. Nichts anderes war zu erwarten, nachdem die europäischen Signatarstaaten zwar verbal eine Unterstützung Irans wider die wachsende US-Drohpolitik bekundet, doch tatsächlich nichts unternommen haben.

Was nun? Teheran wird den Vertrag nicht vollständig kippen, denn das wäre ein für die USA willkommener Anlass, um - gewiss mit Unterstützung von Saudi-Arabien, Israel und Irak - die bereits in die Region entsandten Kampfjets zu starten. Doch können die, wie von Trump und seinen Scharfmachern Bolton und Pompeo beabsichtigt, eine Implosion des Teheraner Regimes erreichen? Sicher ist, in so einem Waffengang wäre Iran hoffnungslos unterlegen und würde bei einem Angriff asymmetrisch antworten. Was zunächst die ohnehin fragile Lage in Irak verschärft.

In der explosiven Nahostregion öffnet Washington wieder einmal voller Unvernunft ein Pulverfass. Was unternehmen Großbritannien, Frankreich und Deutschland, das gerade im UN-Sicherheitsrat auch Sitz und Stimme hat, dagegen? Bislang nichts. Klar, die NATO kuscht wie immer vor ihren größten Bündnispartner. Und die EU? Es ist zu befürchten, auch sie macht dem Irren im Weißen Haus wieder mal einen Weg frei ins Verderben.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!