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Von Menschen und Gleichungen

Mathematik kann wirtschaftliches Gruppenverhalten darstellen – aber keine politischen Folgerungen begründen.

  • Von Klaus Müller
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Es gibt Abiturienten, die wählen ein Ökonomiestudium, auch weil sie denken, Kenntnisse der Grundrechenarten reichten aus, um dieses Fach zu betreiben. Sie erschrecken dann, wenn ihnen Wissen in Differenzialrechnung abverlangt wird – und verzweifeln mitunter an all diesen Formeln. Dieser Mathe-Schock zeigt durchaus ein Grundproblem der Ökonomik auf: Manche messen deren Wissenschaftlichkeit geradezu am Grad ihrer Mathematisierung. Andere befürchten, dass durch die Überbetonung solcher formalen Logik der ökonomischen Theorie ihr sozialer Gehalt ausgetrieben wird. Die Mathematik verspricht exakten Aufschluss darüber, wie Unternehmer und Verbraucher ihren Nutzen maximieren und es der Wirtschaft gut geht – aber hält sie das Versprechen?

Über das Zusammenspiel von Natur- und Sozialwissenschaften machen sich Forscher seit Jahrhunderten Gedanken. So schrieb einst Gottfried W. Leibniz: »Ohne Philosophie dringt man niemals auf den Grund der ...


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