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Gestohlene Vergangenheit

Ausstellung in Karlsruhe über Antikenraub

  • Von Ronald Sprafke
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Es begann mit einem kulturpolitischen Eklat und endete in einem großartigen Erfolg. 1976 zeigte das Badische Landesmuseum Karlsruhe die Ausstellung »Kunst der Kykladen«. Sie wurde wegweisend für die Erforschung dieser bronzezeitlichen Kultur, der Katalog wurde zum Standardwerk. Viele Objekte, erstmals gezeigt, kamen aus Museums- und Privatsammlungen weltweit. Nur Griechenland verweigerte sich, denn ein Großteil der Exponate stand im dringenden Verdacht, aus Raubgrabungen zu kommen - von der Karlsruher Antikensammlung, namentlich Kurator Jürgen Thimme, im Kunsthandel angekauft, ohne auf deren Herkunft zu achten. Eine fragwürdige, damals aber nicht unübliche Praxis.

Zu den verdächtigen Objekten gehörte ein weibliches Marmoridol von fast ein Meter Höhe, sehr gut erhalten, jedoch von unbekannter Herkunft. Archäologen vermuteten, dass es aus Raubgrabungen auf der Kykladeninsel Keros der frühen 60er Jahre stammte. Und eine Schale aus gr...


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