Töten mit Lizenz

Der seit drei Jahren regierende philippinische Präsident Duterte lässt Drogenabhängige umbringen. Politische Gegner, die das öffentlich anprangern, werden verfolgt.

  • Von Felix Lill , Manila
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Ferdie Maglalang ist Mitarbeiter der Senatorin Leila de Lima. Er führt das Büro, während sie im Gefängnis sitzt. Fotos: Carlo Gabuco

Katherine Bacani ist sich sicher, ihr Mann wäre noch am Leben, hieße ihr Präsident nicht Rodrigo Duterte. In einer Nacht im August 2017 klingelte ihr Handy. So schnell wie möglich solle sie ins Haus eines Freundes kommen, unweit von ihrem Viertel Balic Balic in Manila, Hauptstadt der Philippinen. Als die heute 35-Jährige dort ankam, erkannte sie den Körper, der da im zweiten Stock in einer Blutlache lag, zunächst nicht.

»Dass er es war, wusste ich nur wegen seiner bunten Hose. Die hatte ich morgens noch gewaschen.« Ihr Ehemann Adelfo Cagapi wirkte entstellt. »Sie hatten ihm eine Pistole in die rechte Hand gelegt, damit es nach einem Gefecht aussah. Aber Adelfo war Linkshänder. Und er besaß gar keine Pistole. Und süchtig nach Shabu war er auch nicht. Dafür war er viel zu dick, er wog 80 Kilo.«

Shabu, wie man in den Philippinen Methamphetamin nennt, unterdrückt den Appetit. Süchtige sind daher meist umso dünner, je abhängiger s...

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