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Das weibliche Chaos

Von »Frau im Dunkeln« bis »Frantumaglia« spannt sich ihr Lebenswerk

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Interviews, wenn überhaupt, gibt sie nur schriftlich. Elena Ferrante ist ein Pseudonym. Für einen Marketingtrick könnte man es halten, denn wie sie ihre Identität verbirgt, das hat sie noch populärer gemacht. Als ob sie darauf spekuliert hätte, dass die Medien an ihrem Versteckspiel Gefallen finden würden.

Doch ein Spiel ist es nicht. Dass sie ihre Texte aus sich selbst heraus wirken lassen wolle, hat sie mehrfach erklärt und damit zu allen möglichen Theorien inspiriert. Der Schweizer Literaturkritiker Nicola Bardola geht in »Elena Ferrante - meine geniale Autorin« sogar so weit, hinter ihrem Namen ein Autorenkollektiv wie Wu Ming für möglich zu halten. Auf jeden Fall findet er das Doppelspiel der Schriftstellerin und ihres Verlages bedenklich, insbesondere was das Buch »Frantumaglia. Mein geschriebenes Leben« betrifft, das soeben auf Deutsch bei Suhrkamp erschienen ist. Dem Leser würde suggeriert, dass es »nach dem Muster einer v...


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