Offener Brief zu Genozid in Namibia

Herero und Nama müssen an Gesprächen teilhaben

  • Von Ulrike Wagener
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Eine Entschuldigung ist keine leichte Sache. Genau genommen kann man sich nicht selbst entschuldigen, sondern nur eine andere Partei um Entschuldigung bitten. Ihr ist es dann überlassen, die Entschuldigung anzunehmen.

Wenn die seit 2014 laufenden bilateralen Gespräche zwischen Deutschland und Namibia über die Folgen des Genozids an den Herero und Nama (1904-1908) zum Abschluss kommen, wird es vermutlich eine offizielle Entschuldigung seitens der Bundesregierung geben. Doch ob die betroffenen Gruppen diese Entschuldigung annehmen werden, wird zunehmend unwahrscheinlicher.

Darauf wiesen in der letzten Woche mit einiger Dringlichkeit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Kunst und Recht in einem offenen Brief an die Bundesregierung hin. Sie hatten im März die Konferenz »Woche der Gerechtigkeit« in Namibia besucht.

Für Jürgen Zimmerer, Leiter des Forschungszentrums Hamburgs (post-)koloniales Erbe und Mitunter...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.