Werbung

Zahl der Angriffe auf Homosexuelle in Frankreich auf Rekordhoch

Organisation »SOS Homophobie« verzeichnet 231 Fälle körperlicher Gewalt

  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Paris. In Frankreich ist die Zahl tätlicher Angriffe auf Homosexuelle, Bisexuelle und Transgender im Jahr 2018 auf ein Rekordhoch gestiegen. Der Organisation »SOS Homophobie« wurden 231 Fälle - 66 Prozent mehr als im Vorjahr - gemeldet, wie aus deren Jahresbericht hervorgeht, der am Dienstag veröffentlicht wurde. 2018 sei »ein schwarzes Jahr« für LGBT-Menschen (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender) gewesen, teilte die Organisation mit.

Bislang waren 2013 mit 188 Fällen die meisten tätlichen Angriffe verzeichnet worden. Damals wurde in Frankreich die Ehe für alle gesetzlich verankert. Insgesamt wurden »SOS Homophobie« im vergangenen Jahr 1905 Vorfälle gemeldet, die sich gegen LGBT-Menschen richteten - 15 Prozent mehr als im Vorjahr.

In den meisten Fällen handelte es sich um Ablehnung (62 Prozent) und Beschimpfungen (51 Prozent). Danach folgen Diskriminierung (38 Prozent), Belästigung (20 Prozent), Bedrohungen (17 Prozent), Verleumdung (17 Prozent) und körperliche Angriffe (13 Prozent). 66 Prozent der Betroffenen waren Männer. Sie seien eher bereit, sich an »SOS Homophobie« zu wenden als Frauen und Transmenschen, heißt es in dem Bericht. AFP/nd

Lesen Sie weitere aktuelle Meldungen und Artikel im Stream auf ndTicker.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!