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Plötzlich hatte jeder Land

Die Agrarreform in Kuba vor 60 Jahren hat den Menschen Würde, Unabhängigkeit und Souveränität gebracht

  • Von Andreas Knobloch
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Auch mit fast 90 Jahren steht Georgina Barbán Mustelier noch jeden Tag auf dem Feld. »400 Avocados habe ich mit diesen, meinen Händen empfangen«, erzählt sie. Zusammen mit ihrer Tochter Georgina Montero und dem Enkel Mario Carabello bewirtschaftet sie ein fünf Hektar großes Stück Land am äußersten Zipfel von Cotorro, einem Außenbezirk im Südosten von Havanna. Eine jener Orte auf Kuba, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. »Wir pflanzen Mais, Yucca, Süßkartoffeln, Mamey, Orangen, Bananen, Kaffee an …«, zählt die kleine Frau auf. Auch im hohen Alter ist sie noch voller Lebensenergie.

Die Tochter dagegen ist besorgt, dass die 89-Jährige noch immer aufs Feld will: »In ihrem Alter kann jeder Sturz fatal sein.« Zuletzt habe sie sich bei der Birnenernte den Arm ausgekugelt und musste Gips tragen. Aber Georgina Barbán hatte schon immer ihren eigenen Kopf. Als Tochter von Bauern in der Provinz Granma, im Osten der Insel, zusammen m...


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