Wenig Raum im Sternenstädtchen

Raumfahrtausstellung erwies sich als Touristenmagnet für Morgenröthe-Rautenkranz

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Im Wohnzimmer der Kosmonauten hat auch das Glöckchen seinen festen Platz. »Kolokoltschik« steht in kyrillischen Buchstaben in einem Fach unter der Tischplatte. Ordnung muss sein in der Enge eines Weltraumgefährts. Aber wozu brauchen Raumfahrer ein Glöckchen? Karin Schädlich klärt auf: »So nennen die Kosmonauten das Werkzeug, mit dem die Nahrungstuben geöffnet werden.«

Schädlich ist Vorsitzende des Vereins, der in Morgenröthe-Rautekranz im sächsischen Vogtland die »Deutsche Raumfahrtausstellung« betreibt, das Trainingsmodul der sowjetischen Raumstation MIR ist ihre größte Attraktion - wobei »Größe« wie stets relativ ist. Von außen wirkt das Modul wie ein weißer Gastank, von innen wie ein alles andere als geräumiges Campingmobil, dessen Insassen nicht einmal vor die Tür gehen konnten. Zwar bestand die Station, die von 1986 bis 2001 im All kreiste, aus weiteren Segmenten, aber »unsere Besucher sind dennoch sehr beeindruckt, wenn sie ...


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