Lieber wandern durch die Natur als durch die Zeit

Hektisches Nachdenken über eine Geschichte zum Wettbewerb und eine ganz entspannte Erkenntnis. Von Ina Göschel

  • Von Ina Göschel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Geschafft. Ich sitze. Es ist 9.25 Uhr, nein, 9.23 Uhr. Zwei Minuten hätte ich noch Zeit. Aber, was soll es? Erst mal ankommen. Sacken lassen. Alles beruhigen. Aber halt! Noch ist die Zeit dafür nicht gekommen. Ich suche nach einem Stift, dann nach dem Zettel, auf dem die Unterschrift zu leisten ist. Bis wann gönnt man mir gleich die Ruhe? Wieder hektisches Augensuchen. Dann ein erleichterter Griff nach dem Vordruck. Gut. Formalitäten erledigt. Jetzt kann ich endlich entspannen und über verschiedene Ereignisse nachdenken, die sich für meine Kurzgeschichte eignen könnten. Ich rutsche kurz auf meinem Stuhl hin und her, schlage die Beine übereinander, richte den Oberkörper auf, lege die Hände in den Schoß. Zwischendurch schweift mein Blick in unregelmäßigen Abständen von links nach rechts durch den Raum.

Und nun? Nun, endlich Ruhe - die so oft ersehnte Ruhe! Ich könnte mich freuen, könnte, wie mein Ehemann immer fordert, endlich zufri...


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