Vier Nacktszenen pro Stunde

Wozu leise Töne, wenn es auch schrill geht? Sion Sonos bunter, verstörender Film »Antiporno«

  • Von Oliver Schott
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Im Jahr 1971 befand sich Nikkatsu, das älteste der großen japanischen Filmstudios, in der Krise. Das Fernsehen machte dem Kino heftig Konkurrenz, die Actionfilme des Studios waren nicht mehr rentabel. Also verabschiedete man sich kurzerhand von diesem Genre und stieg stattdessen in den Markt der »Pinku eiga« (pinke Filme) ein. Diese japanische Form des Softpornos war bis dahin die Domäne kleiner, unabhängiger Studios. Nikkatsu produzierte aufwendiger und ließ den Regisseuren freie Hand, solange sie das Budget einhielten und innerhalb einer Woche einen Film von unter 80 Minuten Länge drehten, der mindestens vier Nackt- oder Sexszenen pro Stunde enthielt. Das Konzept erwies sich als immens erfolgreich. Bis 1988 veröffentlichte das Studio durchschnittlich drei Filme pro Monat unter der Bezeichnung »Roman Porno« (gemeint ist hier »romantisch«, nicht »römisch«), einige davon wurden auch von Kritikern hochgelobt.

Zum 45. Jubiläum entsch...

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