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Gute Arbeit auch für Geflüchtete

Andreas Fritsche über Solidarität als Mittel gegen Lohndrückerei

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.

In Brandenburg sind 4609 Flüchtlinge arbeitslos gemeldet. Mindestens genauso viele haben aber inzwischen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gefunden. Angesichts der Tatsache, dass viele dieser Menschen erst vor drei Jahren angekommen sind und bis dahin kein Wort Deutsch sprachen, ist das eine enorme Leistung. Nach Auskunft der Gewerkschaft hat das erst von Diana Golze und jetzt von Susanna Karawanskij (beide LINKE) geführte Arbeitsministerium seine Sache gut gemacht.

Asyl soll nicht nach Nützlichkeitserwägungen gewährt werden. Aber die Flüchtlinge nehmen nicht nur, sie geben auch. Das ist gut für ein Bundesland, das nach der Wende einen großen Teil seiner Jugend an den Westen Deutschlands verlor. Die Arbeitslosenquote beträgt jetzt nur noch 5,8 Prozent. Es mangelt an Altenpflegern und Handwerkern. Die Flüchtlinge werden die Lücken nicht stopfen können. Aber ohne sie sähe es schlimmer aus.

Freilich darf es nicht sein, dass die Flüchtlinge miserabel bezahlt und dazu missbraucht werden, die Löhne zu drücken. Es war die deutlich erkennbare Absicht von Politik und Wirtschaft, im Jahr 2015 mittels Öffnung der Grenzen Flüchtlinge als billige Arbeitskräfte ins Land zu bekommen. Gegen Lohndrückerei müssen sich nun alle Kollegen gemeinsam zur Wehr setzen, getreu der Losung: »Proletarier aller Länder, vereinigt euch!«

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