Werbung

Gute Arbeit auch für Geflüchtete

Andreas Fritsche über Solidarität als Mittel gegen Lohndrückerei

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

In Brandenburg sind 4609 Flüchtlinge arbeitslos gemeldet. Mindestens genauso viele haben aber inzwischen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gefunden. Angesichts der Tatsache, dass viele dieser Menschen erst vor drei Jahren angekommen sind und bis dahin kein Wort Deutsch sprachen, ist das eine enorme Leistung. Nach Auskunft der Gewerkschaft hat das erst von Diana Golze und jetzt von Susanna Karawanskij (beide LINKE) geführte Arbeitsministerium seine Sache gut gemacht.

Asyl soll nicht nach Nützlichkeitserwägungen gewährt werden. Aber die Flüchtlinge nehmen nicht nur, sie geben auch. Das ist gut für ein Bundesland, das nach der Wende einen großen Teil seiner Jugend an den Westen Deutschlands verlor. Die Arbeitslosenquote beträgt jetzt nur noch 5,8 Prozent. Es mangelt an Altenpflegern und Handwerkern. Die Flüchtlinge werden die Lücken nicht stopfen können. Aber ohne sie sähe es schlimmer aus.

Freilich darf es nicht sein, dass die Flüchtlinge miserabel bezahlt und dazu missbraucht werden, die Löhne zu drücken. Es war die deutlich erkennbare Absicht von Politik und Wirtschaft, im Jahr 2015 mittels Öffnung der Grenzen Flüchtlinge als billige Arbeitskräfte ins Land zu bekommen. Gegen Lohndrückerei müssen sich nun alle Kollegen gemeinsam zur Wehr setzen, getreu der Losung: »Proletarier aller Länder, vereinigt euch!«

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!