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Harzers Höhenflüge

Hamburg: »Amphitryon«

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Dieser Mensch mit seiner rauen, etwas weich-wildledernen Stimme kann Textpassagen in ein beängstigend langes Gleichmaß tauchen - als bestünde er gegenüber einem Dichter auf nichts Eigenem. Jens Harzer ist entrückungstoll. Er hat eine frappierende Leichtigkeit im Gefoltertsein all der Seelen, die er spielend versucht. Oft anwesend abwesend, ist er doch ein Mensch im Mittelpunkt seiner Situation. Er ist ein fast wunderlich rührender Verstärker dessen, was weit über ihn hinausgeht. Seine Sprache, die er im Röhren der Welt für seine Wahrnehmungen findet, ist seine große Freiheit. Sie ist stärker als das, was vielen anderen nur so über den Atemweg rutscht.

Jens Harzer umwirbt die Vokale, sein scharfes »S« schneidet die Luft mit Wohlgefallen. Ein Unglück ausdrücken zu können, macht es zwar nicht kleiner, hilft dennoch darüber hinweg. Hilft, über die Welt zu fliegen. Manchmal wirken seine Hände wie Rudimente von Flügeln, aber was sollen Flü...


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