Die EU will Zugriff auf afrikanische Ressourcen

Entwicklungspolitikerin Eva-Maria Schreiber über die »Wirtschaftspartnerschaftsabkommen« in Tansania

  • Von Martin Ling
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Sie haben kürzlich in Tansania der dortigen Regierung geraten, die in Verhandlung befindlichen sogenannten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA) mit der Europäischen Union (EU) nicht zu unterzeichnen. Wie war die Reaktion der tansanischen Regierung?

Parlamentarier der Regierungspartei waren bei unseren Gesprächen in der Hauptstadt Dodoma sehr verblüfft, eine kritische Stimme aus Deutschland zum EPA zu hören. Normalerweise versprechen Ihnen Vertreterinnen aus der EU immer, dass die Abkommen von großem Vorteil vor allem für die tansanische Wirtschaft sein werden. Ihre eigenen Befürchtungen von mir bestätigt zu bekommen, hatte einen gewissen Aha-Effekt.

Gab es Widerhall in der tansanischen Öffentlichkeit auf Ihren Vorschlag?

Das tansanische Staatsfernsehen bat mich, meine Position in einem Fernsehinterview zu erläutern, Ausschnitte davon liefen in den Abendnachrichten. Die Warnung vor dem Wirtschaftspartnerschaftsabkommen...

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