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Wenn es kalt wird: Solidarität

Andreas Fritsche sieht Konjunktur und Flaute für Rassismus

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 1 Min.

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Wenn der ostdeutsche Bauarbeiter nicht selbst schon Rechtsrock gehört hat und mit Neonazis marschiert ist, dann kennt er einen Kumpel, der ihm begeistert davon erzählt hat. Wenn es im Winter kalt wird auf dem Baugerüst, wird belustigt die ganz und gar nicht witzige Parole ausgegeben: »Der Führer hat Härte befohlen.« Das ist natürlich ein Klischee. Nicht alle Gewerke sind betroffen. Zimmerleute sind eher links, dafür Maurer weit rechts. Diejenigen, die anders sind, können ein Lied davon singen, wie beim Frühstück in der Baubude schwadroniert wird.

Wenn die Baubranche kriselt, nimmt nicht nur der Hass auf Fremde zu, die einem den Arbeitsplatz streitig machen könnten. Dann wird genauso über ältere Kollegen geschimpft, die es angeblich nicht mehr bringen und entlassen werden sollten, damit es einen selbst nicht trifft.

Zum Glück muss gerade kein Bauarbeiter fürchten, arbeitslos zu werden. Fremdenhass stört jetzt die Geschäfte. Die Baufirmen brauchen Leute und nehmen gern auch Ausländer, die nicht in der Gewerkschaft sind und ihre Rechte nicht kennen. Gegen den Kapitalismus hilft Solidarität. Aber woher soll der Bauarbeiter das wissen? Der Rechtsrock gaukelt ihm zur Ablenkung die Volksgemeinschaft vor.

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