Kaffee à la Addis

Das Nationalgetränk Äthiopiens wird in der Hauptstadt auf unterschiedliche Art konsumiert.

  • Von Felix Lill
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.
Dagemawi Adugna, Café Sabegn

In der Hauptstadt von Äthiopien, dem Nabel der Kaffeewelt, entsteht endlich das, was schon längst hätte da sein müssen: eine Cafészene mit der vollen Bandbreite des Getränks. Die Globalisierung schwappt zurück.

Dagemawi Adugna stellt eine Schale mit Wasser und Kraut auf den Tisch. »Das ist Weinraute«, sagt er. »Schwenk es durch die Tasse und lass es drin schwimmen! Du wirst sehen, wie sich gleich alles verändert.« Tatsache. Eben schmeckte der Kaffee noch schwer und erdig. Die Pflanze darin sorgt für Frische und eine bittere Note. »Seinen Kaffee so zu trinken, hat in Äthiopien Tradition«, sagt der junge Mann und setzt sich an einem Vormittag auf eine der Holzbänke, die um die flachen Tische aufgebaut sind. »Aber bisher hat man das nur zu Hause vor dem Arbeiten so getrunken.« Hier, im Café Sabegn, wird aus einem alten Morgenritual plötzlich Lifestyle.

Auf einer Schiefertafel vor dem Tresen, hinter dem sich Küche und Kasse verei...


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