Doof geboren ist keiner

Das Berliner Kinder- und Jugendtheater Grips wird 50 Jahre alt. Es ist ein freies Laboratorium.

  • Von Jasper Nicolaisen
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Fahr mal wieder U-Bahn«, »Doof geboren ist keiner, Mädchen sind genauso schlau wie Jungen« oder »Vati brüllt die Mutti an, die Mutti brüllt mit uns« - wer in den 70er und 80er Jahren im Westen in einem einigermaßen progressiven Milieu groß wurde, der kam an diesen Liedzeilen nicht vorbei. Entstanden sind sie am Grips-Theater in Westberlin, das dieser Tage 50 Jahre alt wird. Aus dem Trubel von ’68, Agitprop und der Westberliner Kabarettszene wurde der Versuch geboren, ein Theater für Kinder und Jugendliche, aber vor allem auch mit jungen Menschen zu machen, Theater nämlich, das ihnen auf Augenhöhe begegnet, in ihrer Sprache zu ihnen redet, ohne sich anzubiedern, und die Themen der Zeit anschaulich und bespielbar zu machen, ohne vor lauter Alltagsbezug die Kunst zu vergessen.

Das Bild vom Kind, das hier vorausgesetzt wurde und sich im Spiel auf der Bühne weiterentwickelte, das Bild vom Kind als selbstständigem, selbst denkendem und ...


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