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  • OXI
  • Herrschaft der Zählbarkeit

Der vermessene Mensch

Es darf nicht nur zählen, was gezählt werden kann: Kritik der numerischen Unvernunft

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Der Kapitalismus macht aus der Frage, was einer »verdient«, eine existenzielle. Jedenfalls für die meisten, deren Lebensglück als abhängig Beschäftigte daran hängt, wie hoch ihr Einkommen ist. Um dieses kreist auch jede Debatte um die »soziale Frage«. Als Problem wird dann meist in den Vordergrund gestellt, dass die einen viel mehr und die anderen zum guten Leben zu wenig »verdienen«.

Was da mit allem Recht kritisiert wird, wird meist in Zahlen ausgedrückt. Als Abstand zwischen oben und unten. Als Parameter der Leistung. Als numerische Wertschätzung. Als Datenpunkt. Als Geldbetrag. Und hier geht in Wahrheit schon das Problem los.

Selbst in vielen kritischen Perspektiven auf den Kapitalismus, auf das Auseinanderfallen von gesellschaftlicher Reichtumsproduktion und privater Aneignung, auf soziale Hierarchien und die daraus resultierenden Widersprüche »zählt« in der Regel nur, was auch gezählt werden kann. Können, Einkommen, »We...


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