Finanzbranche wird nicht zum Weltenretter

Die Bedeutung nachhaltiger Geldanlagen nimmt zwar deutlich zu, doch ihr Marktanteil bleibt gering

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Kohlendioxid, Klimawandel und Umweltschutz sind nicht erst seit der Europaparlamentswahl in aller Munde, auch auf den Finanzmärkten. Nachhaltigkeit gilt dort seit einiger Zeit als wichtiger Trend. Das CFA-Institut, eine weltweit tätige Organisation von Finanzanalysten, hat kürzlich eine Untersuchung zur Verbreitung von ESG-Standards vorgelegt. ESG ist die Abkürzung für »Environment Social Governance«, also ökologisch-soziale Unternehmensführung. Unter den großen Volkswirtschaften Westeuropas schneidet Großbritannien dabei am besten ab. London, im Selbstverständnis die Finanzmetropole der Welt, hat früh auf »nachhaltige« Anlageprodukte gesetzt. Allerdings gibt es keine Definition, was genau darunter zu verstehen ist.

Für den Boom gibt es handfeste Gründe. So kann der Klimawandel durch Extremwetterereignisse wie Wirbelstürme, Sturmfluten, Dürren und Waldbrände hohe physische Schäden verursachen. Das belastet auch Industriekonzerne u...


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