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152 Millionen Kinder müssen arbeiten

UN-Kinderhilfswerk: Fast die Hälfte der betroffenen Kinder leidet unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen

  • Lesedauer: 2 Min.

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Kinderarbeit in einer Goldmine in Brong-Ahafo, Ghana.
Kinderarbeit in einer Goldmine in Brong-Ahafo, Ghana.

Köln. Weltweit müssen 152 Millionen Mädchen und Jungen arbeiten, um zum Überleben ihrer Familien beizutragen. Damit ist fast jedes zehnte Kind von Kinderarbeit betroffen, die meisten von ihnen in Afrika und Asien. Das teilte Unicef am Dienstag in Köln aus Anlass des Welttags gegen Kinderarbeit am 12. Juni mit. Fast die Hälfte der betroffenen Kinder, 73 Millionen, leide unter gefährlichen oder ausbeuterischen Arbeitsbedingungen. Das UN-Kinderhilfswerk rief Regierungen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft dazu auf, die Ursachen von Kinderarbeit stärker zu bekämpfen.

»Es reicht nicht, Kinderarbeit zu verurteilen und zu verbieten«, sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von Unicef Deutschland. »Um Kinder wirksam vor Ausbeutung zu schützen, müssen sich die Lebensbedingungen der betroffenen Kinder ändern.« Nötig seien mehr Investitionen in Bildung, aber auch in faire Arbeitsmöglichkeiten für Eltern sowie Gesundheits- und soziale Sicherungssysteme. »Neben den Regierungen tragen deshalb auch Unternehmen eine große gesellschaftliche Verantwortung, die über ein striktes Verbot von Kinderarbeit in ihrer globalen Lieferkette weit hinausgeht«, betonte Schneider.

Zwar sei die Zahl der arbeitenden Kinder in den vergangenen Jahrzehnten stark gesunken, erklärte Unicef: Während im Jahr 2000 noch 246 Millionen Kinder weltweit arbeiten mussten, waren es im Jahr 2016 noch 152 Millionen. Doch der Rückgang sei in den vergangenen Jahren langsamer geworden, beklagte das Kinderhilfswerk. Beim aktuellen Tempo würden auch im Jahr 2025 noch 121 Millionen Mädchen und Jungen von Kinderarbeit betroffen sein.

Fast alle Staaten der Welt haben sich im Rahmen der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 verpflichtet, alle Formen der Kinderarbeit bis 2025 vollständig abzuschaffen. epd/nd

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