»Reggaeton hat meine Identität geprägt«

Mit ihren ersten Auftritten auf feministischen Partys hat Choco viele Mittelschichtsfeministinnen schockiert. Reggaeton war als stumpf und mackrig verpönt

  • Von Julia Wasenmüller
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Reggaeton? Das ist doch dieser lateinamerikanische Musikstil mit den Videoclips, in denen Typen mit Sonnenbrillen und viel Bling-Bling in dicken Autos durch die Gegend fahren und sich darüber auslassen, dass sie die Größten sind … Feministischer Reggaeton klingt da erst mal wie ein Widerspruch. Doch genau das macht Chocolate Remix. Was vor sechs Jahren in Buenos Aires als spontanes Projekt begann, um sich über die Supermachos des Musikbusiness lustig zu machen, wird mittlerweile auch hierzulande auf Festivals wie der Fusion abgefeiert.

Choco von Chocolate Remix empfängt mich in ihrem Viertel La Boca in Buenos Aires. Nachbar*innen grillen in der Nachmittagssonne auf dem Gehweg, Hunde streunen umher, und aus einer kleinen Kneipe dudeln Tangoklassiker. Man kennt und grüßt sich. Das ehemalige Hafenviertel ist vor allem berühmt für seine improvisierten Häuser mit den bunten Fassaden - bunt, weil alte Containerwellbleche. Außerhalb eines kleinen, für Touristen aufgepeppten Teils hat das Viertel aber einen eher verwegenen Ruf. Bei Matetee und mit Blick auf die vorbeiziehenden Frachtschiffe erzählt Choco, welchen Einfluss das Leben im Barrio auf ihren Feminismus hat und was unser Bild von Reggaeton über soziale Klassen aussagt.

Dein Feminismus beginnt mit Reggaeton. Wie passt das zusammen?

Reggaeton ist die Musik, mit der ich aufgewachsen bin. Und im Reggaeton geht es um Sex. Erstmal ein gutes Thema. Nur funktioniert das Reden über Sex im Reggaeton klassischerweise...

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