Wie lernt man zu denken?

Jürgen Kaubes konservative Kritik am Schulsystem.

  • Von Karl-Heinz HeinemannMartina Zilla Seifert
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Ich bin fast 18 und habe keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtanalyse schreiben. In vier Sprachen,« twitterte Naina, eine Kölner Gymnasiastin, und löste damit eine heftige Debatte aus. Hat sie in der Schule nur unnützes Zeug gelernt? Und hieße für das Leben zu lernen, dass man/frau das Ausfüllen von Steuerklärungen und das Abschließen von Versicherungsverträgen einüben sollte? Jürgen Kaube, im Hauptberuf »FAZ«-Mitherausgeber und im Feuilleton der Zeitung für Bildungsthemen zuständig, kann man diese bornierte Sicht nicht unterstellen. In seinem neuen Buch »Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder«? formuliert er eine geistreiche Schulkritik, die nicht nur anspruchsvoll, sondern auch noch gut lesbar geschrieben ist.

Wozu ist Schule da? Kaube versucht eine Antwort jenseits von PISA-Rankings und Digitalisierungs-Hype. Kinder und Jugendliche sollen in der Schule denken lernen! Dass sie nach dem ...


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