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Frischeoase an der Karl-Marx-Allee wiederbelebt

Nach rund 26-jähriger Unterbrechung sprudeln seit Dienstag wieder die Wasserfontänen in den drei Brunnen an der Karl-Marx-Allee 70. Seit 2018 war die Anlage denkmalgerecht saniert und technisch und baulich erneuert worden. Maßgeblich auf Wunsch der Anwohner sind auch Pflanzungen und Grünflächen neu strukturiert, Sitzbänke überarbeitet sowie Plattenwege neu verlegt worden. Insgesamt 1,5 Millionen Euro aus dem Stadtumbauprogramm von Bund und Ländern hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen dafür bereitgestellt - doppelt so viel wie ursprünglich geplant.

Gemeinsam mit zahlreichen Anwohnern feierten Bausenatorin Katrin Lompscher (LINKE) und Friedrichshain-Kreuzbergs Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) - im Bild rechts beim Fußbaden zu sehen - sowie der Vorstandschef der Berliner Wasserbetriebe, Jörg Simon, am Nachmittag die Inbetriebnahme der Anlage. Sie ist, wie Lompscher betonte, das erste im Rahmen des »Stadtumbaus Friedrichshain-West« fertiggestellte Vorhaben zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur und zur Aufwertung des öffentlichen Raums. Schmidt würdigte den Einsatz der Menschen vor Ort für die Wiederherstellung ihres Wohnumfelds. Mit Blick auf den unmittelbar neben der erneuerten Grünanlage tosenden Verkehr auf der Karl-Marx-Allee warb er zugleich für ein Umdenken beim Thema Mobilität in Berlin.

Seit die Wohnhäuser an der Karl-Marx-Allee 70 Anfang der 1970er Jahre erbaut wurden, hatten die Bewohner eine grüne Erholungsoase direkt vor der Haustür. Doch 1993 wurde der Betrieb der Brunnen, die anstelle des dort 1961 abgerissenen Stalin-Denkmals angelegt worden waren, eingestellt. Viele Berliner kennen diese denkmalgeschützte Anlage nur eingezäunt und von Unkraut überwuchert. tm

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