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Sternchen, Gaps, Pronomina

Debatten der Gender Studies gelten oft als abgehoben. Tatsächlich sind sie für viele Lebensrealität. Ein Gespräch mit einer Lehrkraft und drei Studierenden

Warum wollten Sie in Ihrem Seminar auf Pronomen verzichten?

Agnes Böhmelt: Es war zunächst ein Vorschlag und der Versuch, ob es überhaupt funktioniert, Pronomen, die ja häufig mit Identitäts-Kategorien verknüpft werden, zu vermeiden. Menschen, die zu denken gewohnt sind: »Ich sehe doch, du bist ein ›er‹ usw.«, kann es irritieren, diese Pronomen plötzlich nicht mehr verwenden zu sollen. Ich rufe mir dadurch außerdem in Erinnerung, dass Gender ein stetiger, unabgeschlossener Prozess ist, dass Gender performative Akte bezeichnet. In diesem Prozess zu sein, also permanent gegendert zu werden und sich dazu irgendwie zu verhalten und verhalten zu müssen, bedeutet eine Form der Zurichtung, die auch jene Positionen betrifft, die als »normal« gelten - sie sind nicht normal oder »natürlich«. Es war mir wichtig, auf die Unmöglichkeit einer eindeutigen, sicheren Verortung in diesem Gefüge hinzuweisen. Und darauf, dass auch die in diesem Gefüg...


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