Gekifft wird trotzdem überall

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

»Ich will, dass in unserer Gesellschaft Kinder zu starken Persönlichkeiten heranwachsen, die die Risiken von Suchtmitteln kennen«, erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler auf ihrer Internetseite. Nur passt das nicht zur Politik, für die die CSU-Frau steht. Sie hält an dem Verbot des relativ ungefährlichen Cannabis fest. Eine Debatte um die Legalisierung führe »völlig am Ziel vorbei«, erklärte sie anlässlich des Weltdrogentages am 26. April. Zum Vergleich: Etwa 74 000 Menschen sterben hierzulande jährlich an den Folgen des legalen Alkoholkonsums.

Dabei macht die Prohibition den Konsum nur noch riskanter, wie Experten einwenden. »Verbote führen zu unnötigen gesundheitlichen Risiken - da Drogen nur über den Schwarzmarkt erhältlich sind«, sagt etwa der drogenpolitische Sprecher der LINKEN im Bundestag, Niema Movassat. Und dass berauschende Substanzen ungeachtet ihres Verbots rund um den Globus ungebremst konsumiert...


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