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Sünden der Vergangenheit

  • Lesedauer: 1 Min.

Ein Schulweg von täglich zwei Stunden: Was nach einer Tortur für die betroffene Schülerin klingt, ist rechtlich einwandfrei und angesichts des dramatischen Mangels an Schulplätzen insbesondere in den bevölkerungsreichen Berliner Bezirken kein Einzelfall.

In dieser schwierigen Situation versuchen die Schulämter, für jede Familie eine Lösung zu finden. Klar ist, dass nach den Sommerferien im August kein Schüler und keine Schülerin auf der Straße sitzen muss. Im Zweifel wird einfach noch ein Stuhl mehr ins temporäre Klassenzimmer im Containeranbau gestellt. Das ist nicht schön und trägt nicht zu einem guten Lernklima bei. Doch in der Not frisst der Teufel bekanntlich Fliegen. Der Senat tut mit der Schulbauoffensive alles Mögliche, um schnell neue Schulen zu bauen und Übergangslösungen zu finden.

Doch ebenso wenig, wie sich Schulen über Nacht bauen lassen, sind die Probleme über Nacht gekommen. Hauptverantwortlich für den Mangel ist die Sparpolitik des rot-roten Senats der 2000er Jahre. Damals wurden kommunale Schulgebäude an private Investoren verscherbelt. Diese Sünden der Vergangenheit müssen jetzt ausgebadet werden.

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