Weltraumtransporter und Palmenstrände

Trägerraketen ins All.

  • Von Rudolf Stumberger
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.
Start einer H-IIA-Rakete vom japanischen Weltraumbahnhof auf der Insel Tanegashima

Japan ist nicht unbedingt für seine Raumfahrtaktivitäten bekannt. Anders als zum Beispiel in der Automobilproduktion oder der Feinmechanik vermochte es die japanische Industrie nicht, bei der Entwicklung von Trägerraketen eine führende Rolle zu spielen. Doch es gibt ein japanisches Weltraumprogramm. Eines seiner Zentren liegt auf Tanegashima. An der Südspitze dieser Insel befindet sich der größere der beiden japanischen Weltraumbahnhöfe. Von dort aus bringen die Trägerraketen der JAXA, der japanischen Weltraumbehörde, Satelliten in die Umlaufbahn.

Die Hafenstadt Kagoshima liegt rund 1200 Kilometer südlich von Tokyo auf Kyushu, der drittgrößten Hauptinsel Japans. Von hier aus gehen die Fähren zu den südlichen Inseln und von hier aus wird auch das 115 Kilometer entfernte Tanegashima vier Mal pro Tag angeflogen. Die Insel selbst ist knapp 60 Kilometer lang und gerade mal zwölf Kilometer breit, an die 35 000 Menschen wohnen auf dem Ei...

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