Werbung

Unzureichend

Haidy Damm über die neue Ökosteuer in Frankreich

  • Von Haidy Damm
  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Ökosteuer in Frankreich: Unzureichend

Als kürzlich Klimaaktivist*innen den Berliner Ku'damm blockierten, um auf die schlechte CO2-Bilanz durch die steigende Zahl von SUV in der Stadt aufmerksam zu machen, erklärte einer der gescholtenen Autobesitzer, er verstehe die Aufregung nicht, denn nur dank seines SUV könnte er auf Inlandsflüge verzichten. Logisch ist das nicht, aber in Frankreich könnten künftig ähnlich absurde Argumente ins Feld geführt werden. Denn Präsident Emmanuel Macron hat ankündigen lassen, eine Umweltsteuer auf Flüge einzuführen. Mit dem Erlös soll der Schienenverkehr ausgebaut werden.

Anders als bei der geplanten Steuer auf Diesel und Benzin trifft diese Maßnahme nicht die infrastrukturell abgehängte Landbevölkerung, die auf das Auto angewiesen ist. Auch wäre für Inlandsflüge nur ein geringerer Aufschlag zu zahlen. Dennoch: Ein ähnlicher Versuch war bereits 2014 am Widerstand der Fluggesellschaften gescheitert. Anders als bei den Gelbwesten wurden deren Klagen schnell erhört. Auch jetzt sind die Aktien der Airlines gefallen. Es bleibt also abzuwarten, ob die Regierung den Vorschlag tatsächlich umsetzt.

Sollte das der Fall sein, könnte Macron seine Klimanote verbessern. Gerade erst hat der französische Klimarat dem Präsidenten für dessen Klimapolitik ein »Ungenügend« bescheinigt. Für ein »Ausreichend« muss aber doch noch mehr passieren.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!