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Bei Leerstand enteignen!

Marie Frank will Spekulation mit Wohnraum beenden

  • Von Marie Frank
  • Lesedauer: 2 Min.

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Transparent mit der Aufschrift «Spekulanten stoppen, Leerstand besetzen» hängt an einem besetzten Haus in der Großbeerenstraße.
Transparent mit der Aufschrift «Spekulanten stoppen, Leerstand besetzen» hängt an einem besetzten Haus in der Großbeerenstraße.

Für Menschen, die Tag für Tag erleben, was der angespannte Wohnungsmarkt in der wachsenden Metropole wirklich bedeutet, sind leer stehende Gebäude nur schwer zu ertragen. Wer nach seiner zehnten Wohnungsbesichtigung immer noch leer ausgeht oder gar nicht erst zur Besichtigung eingeladen wird, weil der Nachname nicht deutsch oder der Geldbeutel nicht voll genug ist, würde vermutlich mit Freuden in eine der Spekulationsruinen ziehen, von denen es in Berlin leider immer noch viel zu viele gibt.

Was also tun gegen den Leerstand? Eine Möglichkeit, die sich in jüngster Zeit immer größerer Beliebtheit erfreut, aber leider immer noch kriminalisiert wird und daher langfristig meistens nicht besonders erfolgsversprechend ist, sind Besetzungen. Erst kürzlich hat eine Gruppe alter Damen in Friedenau ein Haus besetzt, weil es ihnen gegen den Strich ging, dass das Gebäude seit Jahren leer steht und der Bezirk nichts dagegen unternimmt. Damit wären wir bei einer weiteren Möglichkeit: Enteignungen. Wer als Vermieter seiner sozialen Verantwortung nicht nachkommt, kann - wenn auch nur kurzfristig - enteignet werden. Leider wurde dieses Mittel in Berlin erst ein einziges Mal angewendet.

Man kann nur hoffen, dass es nicht dabei bleibt und Vermieter*innen, die ihre Häuser zu Spekulationszwecken leer stehen lassen, in Zukunft sofort enteignet werden - ob nun vom Staat oder von Besetzer*innen.

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