Werbung

Militärregierung: »Putschversuch« im Sudan vereitelt

Übergangsregierung sollte nach Angaben des Militärrats blockiert werden

  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Khartum. Im Sudan hat die Militärregierung nach eigenen Angaben einen »Putschversuch« verhindert. Offiziere und Soldaten der Armee und der Geheimdienste hätten versucht, einen Staatsstreich zu verüben, sagte General Dschamal Omar vom Militärrat am Donnerstag in einer Fernsehansprache. Die »regulären Streitkräfte« hätten das Unterfangen jedoch vereitelt. Zwölf Offiziere und vier Soldaten seien festgenommen worden. Angaben zum Zeitpunkt des Putschversuchs machte der General nicht.

Bei dem Geschehen habe es sich um den Versuch gehandelt, die vor knapp einer Woche zwischen der Militärregierung und den Demonstranten erzielte Einigung auf eine Übergangsregierung zu »blockieren«, sagte Omar. Einige der mutmaßlich an dem Staatsstreich beteiligten Offiziere und Soldaten hätten sich bereits im Ruhestand befunden. Derzeit würden die Hintermänner des Umsturzversuchs ermittelt.

Der Militärrat und die Demonstranten hatten sich vergangenen Freitag nach zähen Verhandlungen auf einen Kompromiss für die Bildung einer Übergangsregierung geeinigt. Derzeit arbeiten Rechtsberater beider Seiten die Details der Einigung aus. Diese sieht vor, dass ein gemeinsamer »souveräner Rat« aus Vertretern des Militärs und der Protestbewegung gebildet werden soll. Diesem soll zunächst die Armee vorsitzen, bevor ein Oppositionsvertreter übernimmt.

Lesen sie auch zum Thema: Von Revolution, russischen Söldnern und Goldminen. Elmuntaser Ahmed über die Hintergründe und Perspektiven der Protestbewegung in Sudan.

Der Einigung waren monatelange Unruhen mit mehr als hundert Todesopfern vorausgegangen. Im Sudan hatte nach dem Sturz des langjährigen Staatschefs Omar al-Baschir im April ein Militärrat die Führung übernommen. Dieser weigerte sich in der Folge, die Macht zügig an eine zivile Regierung zu übergeben. AFP/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!