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Artamonow und der Attentäter

Erkundigungen rund um die Verschwörung vom 20. Juli 1944.

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 8.5 Min.

Auf dem zerbröselnden Betonklotz steht »P. I. Artamonow«. Die Schrift ist kyrillisch. Er steht neben vielen anderen auf dem sowjetischen Garnisonfriedhof in Dresden. »L-T« und die stilisierten Banner lassen darauf schließen, dass der Mensch, der da bestattet wurde, Leutnant der Roten Armee war. Geboren 1907, gestorben am 8. Mai 1946. Ein denkwürdiges Datum. Exakt ein Jahr war seit der Kapitulation des Hitler-Regimes vergangen.

39 - kein Alter zum Sterben. War er krank? Ein Unfall? Möglich. Denkbar auch, dass der Offizier noch in den letzten Tagen des Krieges verwundet wurde und er sich in einem Lazarett an der Elbe zum Tode quälte. Es ist nicht erkennbar, dass je Verwandte oder Freunde das Grab besuchten. So bleibt uns kaum mehr als der halbe Name für ein ganzes Leben.

Der Friedhof liegt in der Marienallee, etwas verborgen im Wald. Man muss an zwei weiß getünchten Bundeswehrkasernen vorbei: rechts die Offiziersschule des Heer...


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