Dem Widerstand gewidmet

Gedenktafel in Mitte erinnert künftig an Dibobe-Petition gegen deutschen Kolonialismus

  • Von Vanessa Fischer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mit einem kräftigen Zug enthüllen die Historikerin Paulette Reed-Anderson und der Aktivist Mnyaka Mboro am Montag die Gedenktafel an der Fassade der Wilhelmstraße 52 in Mitte. Sie soll künftig an die Übergabe der Dibobe-Petition erinnern - eines der bedeutendsten Dokumente des kollektiven Widerstands der afrikanischen Diaspora gegen den deutschen Kolonialismus und Rassismus.

Einhundert Jahre ist es her, dass sich der aus Douala (heutiges Kamerun) stammende Martin Quane a Dibobe im Sommer 1919 vor dem Hintergrund der Versailler Friedensverhandlungen an den Reichskolonialminister Johannes Bell wandte, um gegen die systematische Verletzung der Menschenrechte zu protestieren. In dem Schreiben an den Zentrumspolitiker forderte er von der Nationalversammlung in Weimar »Gleichberechtigung und Selbstständigkeit« für die Menschen in und aus den deutschen Kolonien. 32 massive Beschwerden und konkrete Bedingungen, um »fortan mit dem deutsche...


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