Alles im Fluss

Diskussion über die Lebensader Rhein / Wasserstand des Flusses wird von Experten als trügerisch eingeschätzt

  • Von Wolfgang Jung und Ira Schaible, Mainz
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ein Jahr nach dem massiven Niedrigwasser im Rhein geben Experten trotz eines derzeit ausreichend gefüllten Flussbetts keine Entwarnung für diese Saison. Der Wasserabfluss an den wichtigen Pegeln in Kaub am Mittelrhein und Duisburg-Ruhrort liege zwar auf dem Niveau von zwei Dritteln des langjährigen Durchschnitts, sagte Jörg Uwe Belz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde. Daran hätten Eis- und Schneeschmelzwässer aus den Alpen ihren Anteil. Im Einzugsgebiet des Rheins habe es aber zuletzt zu wenig geregnet.

Um die Durchschnittswerte zu erreichen, hätten von Mitte November bis Ende Juni 625 Millimeter fallen müssen, so Belz. »Bislang waren es aber nur 582 Millimeter.« Demnach sei der Puffer für ein erneutes Niedrigwasser gering. »Bei weiterer Trockenheit wird sich dies nach Abklingen der alpinen Schmelzwasserzufuhr deutlich bemerkbar machen.« An allen Pegeln herrsche sinkende Tendenz. Von extremem Niedrigwasser wird gesprochen, wenn der...


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