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Antifaschismus in der AfD? Absurd!

René Heilig über einen seltsamen internationalen Kongress in Sewastopol

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: 2 Min.

Russische Politiker und Abgeordnete sowie Gäste aus weiteren Ländern 26 Ländern nahmen an einem am Sonntag beendeten Kongress teil, auf dem es - laut Einladung - um eine »Zukunft ohne Nationalsozialismus und Terrorismus« ging. Organisiert hatte ihn eine Internationale Union der Antifaschisten.

Gut, gegen Nazis und Nationalismus zählt jede Stimme. Wenn sie echt ist! Doch Tagungsort war Sewastopol. Das liegt auf der von Moskau annektierten Krim. Einer der Redner heißt Gunnar Lindemann. Es sei traurig, dass es über 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg immer noch Menschen in Europa gibt, die der faschistischen Ideologie nachlaufen, meinte der und betonte: »Die Geschichte sollte gelehrt haben, wie zerstörerisch und tötend der Faschismus ist.«

Und wie verlogen er sich in Hirne schleicht! Auch dank Lindemann. Der Mann sitzt für die AfD im Berliner Abgeordnetenhaus. Er ist also Parteigänger von Gauland - der Hitler und die Nazis für einen »Vogelschiss« in der erfolgreichen deutschen Geschichte hält - und von Höcke, der gerade zur absoluten Macht in der AfD strebt und dessen völkischer Rassismus nicht grundlos an Goebbels Hetze erinnert. Lindemann selbst rechtfertigt willigst den Kampf russischer Separatisten im Donbass als Abwehrkampf gegen den in der Ukraine aufkommenden Faschismus. So wichtig breite Bündnisse gegen Nazis sind, man kann sie nicht mit Typen schmieden, die unter falsche Flagge laufen.

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