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Sorgenfalten bei Tante Emma

Weil es in Sachsen bei der Nahversorgung hapert, schickt die LINKE einen rollenden Laden über Land

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.

In Sausedlitz tanzen die Schweine auf der Straße, aber dass in dem Ort gut 30 Kilometer nördlich von Leipzig auch der Bär steppt, kann man beim besten Willen nicht behaupten. Als der rollende Tante-Emma-Laden gegen Mittag an einer Skulptur dreier hüpfender Ferkel vorbei über die Dorfstraße fährt, ist diese wie leer gefegt. Immerhin: Vor dem Bürgerhaus hat ein Rentner seinen Krankenfahrstuhl geparkt. Am Lenker baumelt ein Stoffbeutel: »Ich warte schon auf euch.« Also: Klappe hoch, Theke beleuchten - der Laden ist geöffnet. Im Angebot: Brötchen und Toast, saure Gurken, Fit, Kartoffeln, Zahnpasta.

Damit herrscht in Sausedlitz so etwas wie Ausnahmezustand. In dem Dorf, in dem 9000 Schweine, aber nur 300 Einwohner leben, gibt es keinen Laden mehr. Der einstige Konsum ist zum Bürgerhaus umgebaut, in dem sich zwar die Landfrauen treffen, wo jedoch nichts mehr verkauft wird. Ein kleiner Dorfladen schloss Ende 2018, als die Betreiberin das...


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