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Der erste Test für die neue Sprinthoffnung

Die deutschen Radsportler sind erfolgreich in die EM gestartet. Pascal Ackermann soll am Wochenende für einen goldenen Abschluss sorgen

  • Von Patrick Reichardt, Alkmaar
  • Lesedauer: 3 Min.

Die Höhepunkte wollen für Pascal Ackermann im Jahr 2019 gar nicht mehr enden. Am Maifeiertag erfüllte sich der 25 Jahre alte Radprofi einen Kindheitstraum, als er erstmals sein Heimrennen Frankfurt-Eschborn gewann. Wenige Tage später trat Ackermann erstmals beim Giro d’Italia an und gewann dort neben zwei Etappen am Ende die Punktewertung. Der Pfälzer ist auf dem Sprung in die absolute Weltelite der Sprinter und kann an diesem Wochenende für einen weiteren Meilenstein in seiner noch jungen Karriere sorgen: mit dem Gewinn des Europameistertitels.

Bei den Titelkämpfen in Alkmaar zählt Ackermann im Straßenrennen zum engsten Favoritenkreis. »Ich denke, dass jeder gesehen hat, dass ich zu den besten Sprintern gehöre und jeden schlagen kann«, sagte der Profi vom Team Bora-hansgrohe vor seiner Reise in die Niederlande. Der 11,5 Kilometer lange und weitgehend flache Rundkurs dürfte Deutschlands neuer Sprinthoffnung an diesem Sonntag (11.30 Uhr) sehr entgegenkommen.

Dementsprechend ist das Team des Bund Deutscher Radfahrer (BDR) voll auf Kapitän Ackermann ausgelegt. Die Helfer Andreas Schillinger, Michael Schwarzmann und Rüdiger Selig fahren nicht nur in der deutschen Equipe, sondern auch bei Bora-hansgrohe an der Seite von Ackermann. »Wir rechnen uns mit dieser Mannschaft einiges aus. Ackermann zählt zu den Topfavoriten auf den Titel«, sagte Verbandsvizepräsident Erik Weispfennig.

Gemeinsam mit dem Tourvierten Emanuel Buchmann und Klassikerfahrer Maximilian Schachmann (beide Bora-hansgrohe) hat Ackermann in diesem Jahr endgültig den Generationenwechsel im deutschen Radsport vollzogen. Während die Routiniers um Tony Martin (keine Freigabe vom Team), Marcel Kittel (persönliche Auszeit) und dem zuletzt formschwachen Andre Greipel in Alkmaar allesamt fehlen, soll der neue Star Ackermann im Finale von Alkmaar nach 172,6 Kilometern für den goldenen Schlusspunkt der Europameisterschaften sorgen, die für den BDR schon sehr gut gestartet sind.

Lisa Klein holte am Donnerstag schon ihre zweite Silbermedaille. Die 23-jährige Saarbrückerin musste sich im Einzelzeitfahren lediglich der niederländischen Titelverteidigerin Ellen van Dijk geschlagen geben. Mieke Kröger aus Bielefeld wurde Sechste. Für das erste deutsche Gold hatte zuvor Hannah Ludwig gesorgt. Die 19-Jährige aus Traben-Trarbach gewann das Zeitfahren in der U23-Klasse. Klein und Kröger hatten am Mittwoch bereits EM-Silber in der Mixed-Staffel gewonnen.

Und auch die Vorzeichen für einen Sieg Ackermanns sind bestens. Im Gegensatz zu vielen Rivalen hat er nicht die 3400 Kilometer lange Tour de France in den Beinen, stattdessen überzeugte er mit Einzelsiegen bei kleineren Rundfahrten in Slowenien und Polen. Bei der vom Todesfall des Belgiers Bjorg Lambrecht überschatteten Polen-Rundfahrt trug er sogar bis zur vorletzten Etappe das Gelbe Trikot des Gesamtführenden. dpa/nd

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