Tötet den Erzähler!

»Dear White People« knöpft sich die Auswirkungen von Klasse und sexueller Orientierung vor

  • Von Anna Gyapjas
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Netflix kann es nicht lassen. Wie schon bei »Bandersnatch«, der interaktiven Filmversion der Serie »Black Mirror«, müssen auch bei der dritten Staffel der hauseigenen Campus-Serie »Dear White People« selbstreferenzielle Punchlines her. Etwa wenn Uni-Schönling Troy Fairbanks (Brandon P. Bell) missmutig im Frühstückssaal seines traditionell schwarzen Studentenhauses sitzt und Uni-Rebellin Samantha White (Logan Browning) das »trauriger als ein billiger Fernsehabklatsch von uns« nennt. Oder wenn der junge, progressive weiße Mann der Serie (John Patrick Amedori) Filmempfehlungen aufs Handy bekommt - vom Streamingdienst, der diese Rolle erst ermöglicht hat.

Was bei »Bandersnatch« unnötig war, sorgt auch bei »Dear White People« nicht für bessere Unterhaltung. Zumal die fehlbaren, gleichzeitig schlagfertigen Figuren von »Dear White People« das bisher ziemlich grandios alleine hingekriegt haben. 2017, als Netflix die ersten Folgen ausstrahlte, v...


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