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Heil will Kurzarbeit erleichtern

Bundesarbeitsminister stellt Pläne für ein »Arbeit von morgen«-Gesetz vor

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 2 Min.

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Macht Heil einen guten Job?
Macht Heil einen guten Job?

Gespannt wartet die Wirtschaft auf die Zahlen, die das Statistische Bundesamt an diesem Mittwoch bekannt gibt: Ist das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal dieses Jahres noch mal gestiegen oder rutscht Deutschland schon in eine Rezession?

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil ist auf jeden Fall nicht mehr so optimistisch. Am Montagabend stellte der SPD-Politiker die Grundzüge eines geplanten »Arbeit von morgen«-Gesetzes vor, das er im Herbst vorlegen will. »Für den Fall, dass es sich nicht nur um eine Konjunkturabkühlung handelt, wollen wir uns auch für den Krisenfall wappnen«, sagte Heil im rheinland-pfälzischen Herxheim.

Heil will mit seinem Gesetz den Einsatz von Kurzarbeitergeld erleichtern. Dabei soll Kurzarbeit möglichst immer mit Weiterbildung verknüpft werden. Sein Ministerium plant deswegen höhere Zuschüsse für Weiterbildungs- und Lohnkosten. Zudem sollen Beschäftigte in einem Unternehmen, in dem sie eigentlich keine dauerhafte Perspektive mehr haben, zunächst mit öffentlicher Förderung im Betrieb bleiben können. Auch soll der Staat im Falle einer Konjunkturkrise häufiger die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber übernehmen.

Unternehmensverbände und Gewerkschaften haben das Thema schon länger wieder auf die Tagesordnung gebracht - jedoch mit unterschiedlichen Zielsetzungen. So sieht die Arbeitgeberseite Kurzarbeit lediglich als ein Mittel an, um kurzfristige Konjunktureinbrüche abzumildern. »Kurzarbeit hilft, wenn es wirklich ein krisenhafter Konjunktureinbruch ist«, sagte etwa der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Oliver Zander, der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. Der Strukturwandel dürfe aber nicht verhindert werden.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert dagegen, im »Arbeit von morgen«-Gesetz das Recht auf Nachholen eines Berufsabschlusses sowie die Förderung von Arbeitnehmern, die im Arbeitsverhältnis einen ganz neuen Beruf erlernen, zu verankern. »Die Beschäftigten müssen sich darauf verlassen können, dass Umbrüche ihnen neue Chancen bieten und nicht zu Abwärtsspiralen führen«, erklärte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.

Der LINKEN gehen die Vorschläge von Heil indes nicht weit genug. »Die Bundesregierung verkennt das Ausmaß des Problems«, sagt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Sabine Zimmermann. Qualifizierungsmaßnahmen allein reichen in einer konjunkturellen Krise auch nicht aus. »Es ist dringender denn je, die Sicherungsfunktion der Arbeitslosenversicherung zu stärken: durch einen leichteren Zugang zum Arbeitslosengeld, längere Bezugsdauern und höhere Leistungen«, so Zimmermann. Mit Agenturen

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