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Am Ende der Verwertung

Nicolas Šustr sieht Mieter durch Eigentum bedroht

  • Von Nicolas Šustr
  • Lesedauer: 1 Min.

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«Deutsche Wohnen» steht auf der Fassade der Zentrale der börsennotierten Wohnungsgesellschaft
«Deutsche Wohnen» steht auf der Fassade der Zentrale der börsennotierten Wohnungsgesellschaft

Es ist wahrscheinlich keine gute Nachricht für die Mieter der Hauptstadt. Der Wohnungskonzern Deutsche Wohnen hat angekündigt, 3000 Wohnungen verkaufen zu wollen. Zu welchen Konditionen, ob als Eigentum oder im Block an andere Investoren, das alles ist noch unklar. Einiges spricht dafür, dass es sich um in Eigentum umgewandelte Wohnungen handeln könnte. Wenn die Mietsteigerungen ausgereizt sind, lässt sich auf diese Weise bei den aktuellen Preisen, zu denen Anleger zugreifen, der irre Buchwert der Immobilien oft tatsächlich noch in Bares umwandeln.

»Es ist total klar, dass es mehr und mehr Sinn macht, die Rolle des Verkäufers zu übernehmen«, sagte Deutsche-Wohnen-Vorstandschef Michael Zahn am Dienstag. Denn wie auch immer der geplante Mietendeckel der rot-rot-grünen Koalition ausgestaltet sein wird, klar ist: Die Mieten werden für einige Jahre nicht mehr exorbitant steigen. Die Börse hat das mit fallenden Kursen bei den Wohnkonzernen bereits eingepreist. Auch Akelius könnte die Spekulationsgewinne bei Verkäufen realisieren. Schon jetzt tickt eine Zeitbombe für die Berliner Mieter, denn die Schutzfristen nach bereits vor einigen Jahren erfolgten Umwandlungen laufen aus. Von 2010 bis 2017 stieg der Anteil der Eigentumswohnungen am Berliner Gesamtbestand auf 18 Prozent, ergab eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Und bisher waren Gerichte bei der Anmeldung von Eigenbedarf sehr großzügig.

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