»Ich bin ein kleiner Blitzableiter«

Franziska Fischer sitzt bei jeder Vorstellung in der ersten Reihe – sie ist Souffleuse. Am liebsten ist es ihr, während der Vorstellung gar nichts sagen zu müssen.

  • Von Inga Dreyer
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Wie sind Sie Souffleuse geworden?

Das ist ja kein Ausbildungsberuf. Häufig werden ehemalige Schauspieler*innen Souffleusen oder Souffleure. Sie kommen aber auch aus anderen Berufen. Ich bin während meiner Schauspielausbildung schwanger geworden und habe zunächst frei als Schauspielerin gearbeitet. Ich wollte in Berlin bleiben und habe danach als Chansonsängerin gearbeitet. Als es mit den Einkünften schwierig wurde, habe ich bei der Zentralen Bühnenvermittlung - dem Arbeitsamt für Schauspieler*innen - erneut vorgesprochen. Dort wurde mir gesagt, dass ich zu wenig Theatererfahrung habe und inzwischen zu alt sei. Als ich gefragt wurde, ob ich Soufflage machen würde, sagte ich: ja. 2006 bin ich als Gast zur Parkaue gekommen und habe nebenbei weiter gesungen. 2013 bin ich fest engagiert worden.

Wie war Ihre erste Berührung mit dem Beruf?

Das war schon sehr eigenartig. So einen Betrieb kannte ich nicht. Ich hatte frei gearbeit...

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