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Abgeschnitten vom Rest der Welt

Geflüchtete in Nostorf-Horst müssen weit radeln, um ins nächste Städtchen zu kommen

  • Von Peter Nowak, Nostorf-Horst
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

In Nostorf-Horst finden sich an auf Laternenmasten Aufkleber mit der Parole »Flüchten Sie weiter. Hier gibt es nichts zu wohnen.« Yaruf L., der seinen vollen Namen nicht in der Zeitung lesen will, kommt täglich an den Aufklebern vorbei, wenn er mit seinem Rad die sieben Kilometer in das Städtchen Boizenburg fährt. Nicht alle Bewohner*innen des Erstaufnahmelagers für Asylsuchende Nostorf-Horst im westlichen Mecklenburg-Vorpommern haben ein Fahrrad. Für sie ist es schwer, das einsam im Wald liegende Heim zu verlassen.

Eingerichtet wurde es Anfang der 1990er Jahre in einer ehemaligen NVA-Kaserne. Kaum jemand verirrt sich in die Gegend. Am Samstag aber waren 70 Musiker*innen der Gruppe Lebenslaute singend mit ihren Instrumenten in den Hof des Lagers gekommen und hatten dort ein Konzert gegeben (siehe nd vom Montag). Aufforderungen, das Gelände zu verlassen, hatte keiner der Musiker*innen gehört. Doch nach Konzertende blockierte eine Polizei...


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