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Nur noch jeder Vierte unterstützt Sanktionen gegen Russland

YouGov-Umfrage: Mehr als die Hälfte der Befragten sind für die Abschaffung der verhängten Strafmaßnahmen

  • Lesedauer: 2 Min.

Berlin. Die EU-Sanktionen gegen Russland werden fünf Jahre nach ihrer Einführung nur noch von knapp einem Viertel der Bevölkerung in Deutschland uneingeschränkt unterstützt. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 23 Prozent für eine unveränderte Beibehaltung der wegen der Ukraine-Krise verhängten Strafmaßnahmen aus. Mehr als die Hälfte der Befragten sind dagegen für eine sofortige Abschaffung (21 Prozent) oder eine schrittweise Entschärfung (32 Prozent). 24 Prozent machten keine Angaben.

In Ostdeutschland ist die Akzeptanz für die Sanktionen besonders gering. In Sachsen-Anhalt sind nur acht Prozent für eine unveränderte Fortführung. In Brandenburg sind es elf Prozent, in Sachsen zwölf. Auch Mecklenburg-Vorpommern (18 Prozent) und Thüringen (21 Prozent) liegen unter dem Bundesdurchschnitt.

Der größte Teil der EU-Sanktionen gegen Russland wegen des Krieges in der Ost-Ukraine war am 31. Juli fünf Jahre in Kraft und ist zuletzt bis Ende Januar 2020 verlängert worden. Russland hat im Gegenzug auch Strafmaßnahmen gegen die Länder der Europäischen Union verhängt.

An diesem Mittwoch reist Bundesaußenminister Heiko Maas nach Russland, um seinen Amtskollegen Sergej Lawrow zu treffen. Die Ukraine-Krise zählt zu den Hauptthemen der Reise. Im Osten der Ukraine bekämpfen sich seit 2014 pro-russische Separatisten und ukrainische Regierungstruppen.

Die Spannungen zwischen der NATO und Russland haben seit Beginn der Krise massiv zugenommen. Bedroht von Russland fühlen sich laut YouGov-Umfrage trotzdem nur 40 Prozent der Bundesbürger. 50 Prozent sagen dagegen, sie hätten ein solches Gefühl gar nicht. In Ostdeutschland ist das Bedrohungsgefühl besonders gering. In Brandenburg und Sachsen-Anhalt fühlen sich 69 Prozent gar nicht bedroht, gefolgt von Sachsen (64 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (56 Prozent). Eine Ausnahme bildet Thüringen mit 44 Prozent.

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