Schockoffensiven

Detlef Hartmanns Gewaltgeschichte der »Innovation«. Von Florian Schmid

  • Von Florian Schmid
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Immer wieder in seinen längst zahllosen Schriften zeigt Detlef Hartmann, wie erfrischend fern der Unis entstandene historische Lektüren sein können. Ein wenig wie der Arzt und Historiker Karl-Heinz Roth war auch der 1941 geborene Hartmann nie an deren Moden und Sinnkorridore gebunden. Frei auch von der Last des Lohnschreibens lässt der früher anwaltlich tätige Publizist seinen an jahrzehntelangem politischen Streit geschulten Blick - die »Möglichkeit kampfunabhängiger objektiver wissenschaftlicher Erkenntnis« bestreitet er - durch Kontinente und Jahrhunderte schweifen, um auszugraben und zusammenzusetzen, was zur Befreiung des Menschen versucht wurde oder werden könnte. Und zu vermessen, was dem entgegensteht.

2015 erschien der erste Band seiner Reihe »Krisen - Kämpfe - Kriege«. Darin zeichnete er die Digitalisierung und die globale Finanzkrise von 2007 als Teil einer Schocktherapie, die einen »kapitalistischen Tsunami« lostrat. I...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.