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Wer kann, der macht

Philip Malzahn über israelische Luftangriffe in Syrien

Es ist eine Seltenheit, dass das israelische Militär einen Angriff auf syrischem Boden offen zugibt. Die Bombardierungen von der Nacht zu Sonntag auf iranische Stellungen bei Damaskus hingegen sind genauso üblich wie Aufklärungsflüge israelischer Drohnen im Luftraum der Nachbarländer. In Israel rechtfertigt man dieses Vorgehen mit der Angst vor einem Angriffskrieg etwa der libanesischen Hisbollah oder gar Irans, der durch die jüngsten Entwicklungen im Syrienkrieg dort seinen Einflussbereich ausbauen konnte.

Dass man dafür das Völkerrecht, insbesondere das Recht auf territoriale Integrität, missachtet, nimmt man in Israel gerne in Kauf. Mit solchen Präventivschlägen würde man das eigene Recht auf Souveränität garantieren, so das Argument. Es gibt aber noch einen weiteren Grund dafür, dass man sich offensichtlich immer weniger Mühe gibt, solche Angriffe zu verbergen. Es ist die Tatsache, dass niemand es wagt, etwas dagegen zu unternehmen. Kritiker und selbstdeklarierte Erzfeinde hat Israel zwar genug, sei es in Libanon, Syrien, Iran oder vielen anderen Ländern auf der Welt. Doch trotzdem bleibt jegliche Aggression ohne Konsequenzen. Israel kann nach Belieben handeln. Den anderen Ländern bleibt anscheinend keine Wahl, als das zu ertragen. Alleine die USA könnten Israel dazu bewegen, seine außenpolitische Strategie zu verändern. Doch das bleibt unter Donald Trump unwahrscheinlicher denn je.

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