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+++ Zahlen & Fakten +++

Große Unterschiede bei den Tarifen der Azubis

Die in Tarifverträgen vereinbarten Ausbildungsvergütungen unterscheiden sich je nach Branche und Ausbildungsjahr sehr stark. Die Spannbreite reicht von 325 Euro im Friseurhandwerk in Brandenburg im 1. Ausbildungsjahr bis zu 1580 Euro im westdeutschen Bauhauptgewerbe im 4. Ausbildungsjahr. Das geht aus einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor, die vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. August vorgestellt wurde.

In der der Tarifbranchen liegen die Vergütungen für Azubis bereits heute deutlich oberhalb der ab 2020 geplanten Mindestausbildungsvergütung von 515 Euro. Ein Problem seien nicht-tarifgebundene Unternehmen, die deutlich schlechter bezahlen.

Die höchsten Vergütungen im ersten Ausbildungsjahr mit monatlichen Beträgen zwischen 900 und knapp über 1000 Euro gibt es im Bank- und Versicherungsgewerbe, im öffentlichen Dienst, in der chemischen Industrie, in der Druckindustrie und bei der Deutschen Bahn AG. Am schlechtesten sieht es im Bäcker- und Friseurhandwerk sowie in der Floristik in Ostdeutschland aus, wo Ausbildungsvergütungen unterhalb von 600 Euro liegen.

Ähnlich große Unterschiede zeigen sich auch in den weiteren Ausbildungsjahren. Im dritten Ausbildungsjahr variieren die Ausbildungsvergütungen zwischen 1475 Euro im westdeutschen Bauhauptgewerbe und 470 Euro im Friseurhandwerk in Brandenburg.

Langzeitarbeitslose: Zahl stark gesunken

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist von 1 140 000 Personen im Jahresdurchschnitt 2010 auf 813 000 Personen im Jahresdurchschnitt 2018 gesunken. Das entspreche einem Rückgang um 327 000 oder 28,7 Prozent. Im Mai dieses Jahres lag die Zahl der Langzeitarbeitslosen bei 733 000.

Von 2010 bis 2018 ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen kontinuierlich gesunken. Lediglich zwischen 2012 und 2014 gab es einen Anstieg: von 1,05 Millionen (Jahresdurchschnitt 2012) auf 1,07 Millionen (2013) und 1,08 Millionen Langzeitarbeitslose im Mittel des Jahres 2014.

Dreimal mehr Fehltage als vor 20 Jahren

Die Zahl der Krankschreibungen wegen psychischer Probleme hat sich in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdreifacht. So kam im vergangenen Jahr jeder 18. Arbeitnehmer wegen einer psychischen Erkrankung zeitweilig nicht zur Arbeit. Am häufigsten fehlten Arbeitnehmer mit der Diagnose Depression. Dies geht aus dem »Psychoreport 2019« der DAK-Gesundheit hervor.

Danach erreichten die Krankschreibungen von Arbeitnehmern aufgrund von psychischen Leiden im Jahr 2017 mit 250 Fehltagen pro 100 Versicherte einen Höchststand. 2018 gingen sie um 5,6 Prozent auf 236 Fehltage pro 100 Versicherte zurück.

Die Ausfalltage wegen Anpassungsstörungen nahmen rasant zu: Seit 2000 hat sie sich fast verdreifacht auf 51 Fehltage je 100 Versicherte. Dagegen haben Burnout-Symptome seit 2012 deutlich abgenommen. So hat sich die Anzahl der Fehltage in den vergangenen sechs Jahren fast halbiert. Burnout führte 2018 zu 5,3 Fehltagen je 100 Versicherte.

Die Zahl der Fehltage für psychische Erkrankungen nimmt bei beiden Geschlechtern mit dem Alter zu. Frauen waren 2018 doppelt so oft krankgeschrieben als Männer (298 Fehltage je 100 Versicherte gegenüber 183 Fehltagen bei Männern). Agenturen/nd

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